Leistungsklassifikation für Motoröle

Leistungsklassifikation für Motoröle

Schmierstoffe müssen je nach Einsatzbereich eine bestimmte Mindestqualität aufweisen und einem bestimmten Leistungswert entsprechen, der sowohl in Labortests als auch im praktischen Einsatz, d. h. in einem Flottentest in einer Reihe von Kraftfahrzeugen, ermittelt und festgelegt wird. Die Leistungsklassifikation wird oftmals von internationalen Automobilverbänden (z.B. ACEA oder API) festgelegt, die regelmäßig die so genannten Spezifikationen herausgeben und aktualisieren, die sich nach den auf dem Markt geltenden und durch Entwicklungen in der Motortechnologie hervorgerufenen Schmierungsanforderungen richten. In vielen Fällen entwickeln die Hersteller von Fahrzeugen und/oder Motoren oder nationale Institutionen (z. B. Armee, Schifffahrt) ihre eigenen Spezifikationen. Führende internationale Verbände (API, ACEA, ILSAC und weitere) haben eine auf der Leistung basierenden Klassifikation entwickelt, die in die Spezifikationen der größten Kraftfahrzeughersteller einfließen. Die Kraftfahrzeughersteller wiederum legen ihre eigenen Spezifikationen fest. Die in den USA geltende und vom American Petroleum Institute ausgegebene Klassifikation gliedert sich in zwei Gruppen: „S“ für Benzinmotoren; „C“ für Dieselmotoren. Auf diesen Buchstaben folgt ein zweiter Buchstabe, der die Schmierleistung angibt (z. B. SJ).

In Europa wurden von der ACEA (Association des constructeurs Européens d'Automobiles), der Vereinigung der führenden europäischen Automobilhersteller, die Kategorien und Anwendungen für Motoröle für Benzinmotoren mit dem Buchstaben „A“, für Dieselmotoren mit dem Buchstaben „B“ und für Nutzfahrzeuge mit Dieselmotor mit dem Buchstaben „E“ definiert. Hinzu kommt eine Kennzeichnung für Low-Saps Produkte bzw. Dieselpartikelfilterverträglichkeit mit dem Buchstaben „C“.

Im Allgemeinen entwickeln sich die Leistungen von Schmierstoffen in folgende Richtungen:

  • Längere Ölwechselintervalle -> Tendenz zur Verwendung von synthetischen Grundölen
  • Geringere Reibung der beweglichen Teile -> geringere Viskosität
  • Verringerung von aschebildenden Komponenten

Last updated on 30/03/16